St. Michael und Paulus

Taufe und Taufvorbereitung

„Herr ich danke dir,

dass du so wunderbar mich gestaltet hast.

Ich weiß sehr wohl, dass deine Werke

alle des Staunens würdig sind.

Mein Wesen war dir nicht verborgen,

als ich im Dunkeln gebildet ward,

kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde.

Du sahst schon alle meine Taten,

in deinem Buch sind sie alle verzeichnet;

dir waren schon meine Tage bekannt,

ehe noch einer von ihnen war.“ Psalm 139, 14 - 16

[aus: Eizinger, Werner, DIE PSALMEN. Ein Gebetbuch für Christen, Regensburg 2013]

Mit der Taufe als Aufnahme eines Menschen in die Kirche startet der Lebensweg eines meist noch kleinen Kindes als Christ. Wie bei nahezu allen sakramentalen Handlungen deutet ein Wort das, was im Ritus vollzogen wird; jede bzw. jeder von uns erhält bei der Taufe (s)einen einmaligen Namen, oftmals wird der Rufname durch weitere Taufnamen ergänzt, beispielsweise heiße ich aus diesem Grund Matthias Peter. Nach der eigentlichen Taufe im engeren Sinne durch Übergießen des Kopfes mit geweihtem Wasser verdeutlicht die dann unmittelbar folgende Salbung, was das konkret bedeutet: „… ich salbe Dich mit heiligem Chrisam“ – so spricht der Taufspender – „denn du gehörst nun dem Volk Gottes und Christus an, der gesalbt war zum Priester, König und Propheten in Ewigkeit.“ Getauft wird niemand für sich alleine, sondern Taufe heißt immer auch Aufnahme in die Kirche als große und bunte Familie der Kinder Gottes. Diese ‚Familie’ begleitet einen durch Höhen und Tiefen des Lebens, fordert aber auch, sich je nach persönlichen Begabungen und Möglichkeiten in Kirche als Gemeinschaft Glaubender einzubringen, was das II. Vatikanische Konzil mit „allgemeinem Priestertum“ bezeichnet. Der Beter des Psalms 139 bringt dies zum Ausdruck, wenn er sich von Gott als „wunderbar gestaltet“ versteht, aber auch sicher zu sein scheint, dass Gott „alle (seine) Taten … verzeichnet“.

Wie in anderen Lebensbereichen auch, braucht eine gute Vorbereitung auf die Taufe als Fest im Gottesdienst Zeit und Aufmerksamkeit. Wie wir Sie dabei begleiten, stelle ich gerne kurz vor:

Anmeldungen nehmen alle Pfarrbüros an und sollten spätestens sechs Wochen vor der Taufe erfolgen. Hierzu benötigen wir eine Geburtsbescheinigung für das Kind. Patin bzw. Pate brauchen eine sogenannte Patenbescheinigung, die das Pfarrbüro am jeweiligen Wohnort ausstellt.

Vor der Taufe treffen wir uns einmal in der Gruppe zum Eltern-Paten-Gespräch mit denen, die zeitnah ein Kind taufen lassen werden. Diese Abende bieten wir als Seelsorgeteam zusammen mit ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern (KatechetInnen) monatlich zweimal an, jeweils am ersten und dritten Mittwoch um 20°° Uhr. Eltern laden wir zusammen mit Patinnen bzw. Paten in eines der Pfarrheime schriftlich ein; für wenigstens eine bzw. einen aus diesem Kreis ist die Teilnahme verbindlich. Sollten Sie für den Abend keinen Babysitter haben, bringen Sie Ihr Kind einfach mit. Beim Eltern-Paten-Gespräch lernen sich die Familien, deren Kinder gemeinsam getauft werden, kennen; wir sprechen über Ablauf und Symbolik der Taufliturgie sowie Gestaltungsmöglichkeiten des Gottesdienstes.

Der Priester, der die Taufe spenden wird, kommt anschließend, meist zeitnah vor der Tauffeier zum Hausbesuch zu Ihnen, um persönliche Anliegen und Fragen zu klären.

In diesen unserer Kirchen findet einmal im Monat eine Tauffeier statt; hier die Auswahlmöglichkeiten:

 

St. Marien 1. Sonntag / 15 Uhr
St. Paulus 2. Sonntag / 15 Uhr
St. Michael 3. Sonntag / 15 Uhr
St. Don Bosco 4. Sonntag / 13 Uhr

 

Für Taufanfragen älterer Kinder, Jugendlicher oder Erwachsener stehe ich Ihnen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung. Sprechen Sie mich dazu entweder persönlich an oder nehmen Kontakt über eines der Büros zu mir auf.

Pater John