St. Michael und Paulus

30.6.2022 - Hände hoch

Wenn bei einem Fußballspiel endlich das erlösende Tor geschossen wird, springen Tausende Fans auf, reißen ihre Arme hoch, tanzen und hüpfen, jubeln und schreien, fallen sich in die Arme. Millionen Fans von Sport und Kultur lernten solche Erlebnisse durch die erzwungene „Fastenzeit“ aufgrund der Pandemie umso intensiver zu schätzen. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die körpersprachlichen Ausdrucksformen von Begeisterung kulturenübergreifend verblüffend ähnlich sind? Eher extrovertierte Menschen springen auf, reißen die Arme hoch, schreien, fallen sich um den Hals, hüpfen und weinen. Bei den stilleren Menschen sieht man, wie sie sich mit den Händen auf den Kopf oder ins Gesicht greifen, dass sie die Augen schließen oder zum Himmel erheben. Sie atmen tief und langsam oder weinen still vor Freude. Viele erzählen, dass sie sich in solchen Momenten auf beglückende Weise verbunden fühlen mit allen anderen Fans oder sogar mit einem schwer zu definierenden größerem „Wir“. Wo und wie erleben Sie Begeisterung auf eine Weise, die Sie positiv stimmt und mitreißt?

 

Dr. Georg Plank, Pastoralinnovation
Webseite: www.pastoralinnovation.org


Ich erinnere mich sehr gut an emotionale Momente beim Fußball, Momente des Jubels, aber auch der Traurigkeit. Begeisterung habe ich auch schon in Gottesdiensten, bei religiösen Freizeiten, Weltjugendtagen etc. erlebt. Wenn wir in vielen verschiedenen Augenblicken Begeisterung spüren, aber in unserem Glauben nicht (mehr), dann ist das etwas, über das man nachdenken sollte. Wenn wir uns als geliebte Kinder Gottes sehen, dann ist das etwas, was uns zu Begeisterung führen kann. Das könnte in uns prinzipiell viel mehr auslösen als Dinge, die zum Gelingen unseres Lebens eher wenig beitragen können. Ein vom Geist erfüllter Mensch, ein Begeisterter, kann glaubwürdiges Werkzeug Gottes werden.

 

Gisbert Punsmann, PR

  • INNO Kirche Velbert

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